Verfasst von: Tami | 3. April 2011

Text, geschrieben am 31.03.2011 – Anfang (noch nicht 100%ig korrigiert)

Sein Blick war zwar nach außen hin aufmerksam, aber dennoch unendlich traurig auf die sich ihm, in ihrer gesamten Schönheit, darbietenden Landschaft gerichtet. Der Wind umfing ihn, spielte mit ihm, lockte ihn, stupste ihn – doch er fühlte nichts. Nichts als diese unendlich erscheinende Leere, die sich, das Epizentrum im Herzen liegend, in ihm ausgebreitet hatte.

Wenn er in die Ferne blickte, sah er nicht das sich ihm zugewandte Gebirge mit all seinen Tälern, Schluchten, Bächen, Wäldern und Lichtungen, er sah auch nicht die Farbenvielfalt des Sonnenaufgangs, die sich ihm darbot – er sah nichts. Nichts, außer den friedvollen Ausdruck in den Augen seiner Liebsten, als er sie fest in seinen Armen hielt und sie langsam der Welt entschlief.

Sein ganzer Körper bebte, war zu schwach um noch irgendeine Reaktion zu zeigen und er fürchtete in dieser stetigen Flut von Bildern, Worten und Schmerz, die seine Erinnerungen mit sich brachten, zu ertrinken. Er versuchte seinen Atem unter Kontrolle zu bringen, jedoch konnte er nur noch flach und unregelmäßig die klare, feuchte Morgenluft in sich aufnehmen.


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