Sein Blick war zwar nach außen hin aufmerksam, aber dennoch unendlich traurig auf die sich ihm, in ihrer gesamten Schönheit, darbietenden Landschaft gerichtet. Der Wind umfing ihn, spielte mit ihm, lockte ihn, stupste ihn – doch er fühlte nichts. Nichts als diese unendlich erscheinende Leere, die sich, das Epizentrum im Herzen liegend, in ihm ausgebreitet hatte.

Wenn er in die Ferne blickte, sah er nicht das sich ihm zugewandte Gebirge mit all seinen Tälern, Schluchten, Bächen, Wäldern und Lichtungen, er sah auch nicht die Farbenvielfalt des Sonnenaufgangs, die sich ihm darbot – er sah nichts. Nichts, außer den friedvollen Ausdruck in den Augen seiner Liebsten, als er sie fest in seinen Armen hielt und sie langsam der Welt entschlief.

Sein ganzer Körper bebte, war zu schwach um noch irgendeine Reaktion zu zeigen und er fürchtete in dieser stetigen Flut von Bildern, Worten und Schmerz, die seine Erinnerungen mit sich brachten, zu ertrinken. Er versuchte seinen Atem unter Kontrolle zu bringen, jedoch konnte er nur noch flach und unregelmäßig die klare, feuchte Morgenluft in sich aufnehmen.

Verfasst von: Tami | 15. Februar 2011

Gefühle

Was die Menschen im Leben wirklich bewegt, inspiriert und antreibt sind Gefühle.

Verfasst von: Tami | 23. Januar 2011

Regen prasselte vom Himmel,…

Regen prasselte vom Himmel, Blatt für Blatt,
landete letztendlich in ihrem königlichen Antlitz,
nur um dort von ihrer hohen Stirn,
über die sanft geschlossenen Augen,
über ihre Nase, ihre Lippen und schlussendlich
über ihr Kinn bis hin zu ihrem Hals zu fließen,
um sich dort wiederum in einer Mulde
ihrer perfekt geformten Schulter zu sammeln.

Es war als stände die Welt still.

Verfasst von: Tami | 13. Januar 2011

Bedrohlicher Schatten

Als sie die Augen öffnete war es immer noch tiefste Nacht. Irgendetwas hatte sie geweckt, doch im ersten Moment sah, hörte und fühlte sie nichts – bis ihr plötzlich ein dunkler Schatten am Fenster auffiel und sie augenblicklich erstarren ließ. Sofort versuchte sie in Gedanken Fluchtwege, sowie ihre Möglichkeiten und Chancen abzuwiegen.

Sollte der Fremde eine Waffe bei sich tragen würde sie es niemals schaffen rechtzeitig um Hilfe zu schreien geschweige denn bei Ashe zu sein. Ihr Herz klopfte bis zum Hals und Angstschweiß benässte ihre Stirn, denn ihre Situation war aussichtlos. Sie konnte nichts weiter tun als ruhig dazuliegen und abzuwarten.

Hätte sie doch auf ihre innere Stimme gehört – dann würde sie jetzt unter ihrem Kopfkissen den Dolch vorfinden, den sie normalerweise immer bei sich trug. Jedoch fühlte sie sich gestern Abend in der Gesellschaft Ashes Freunde so geborgen und vor allem sicher, dass es ihr beinahe schon absurd und wie ein Vertrauensbruch vorgekommen wäre, hätte sie ihren Dolch vor dem Schlafengehen nicht in ihrer Tasche verstaut.

Verfasst von: Tami | 13. Januar 2011

Inspiriert durch Tat und Worte in “Geliebte Jane”

Trotz des Verlustes, welchen mein Herz zu beklagen hatte, öffnete sich in diesem Moment eine winzige Tür der Festung lieblichster Freiheit. Somit wurden Licht und Hoffnung zur Speise meiner Seele, die halb verhungert schon viel zu lange im Dunkel weilte.

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